ostersonntag

ein mehr oder weniger lazy weekend. dass ostern ist, faellt mir gar nicht auf. hier wird ostersonntag ja nicht so richtig gefeiert. in new york sind alle religionen zusammengewürfelt. man kriegt aber ueberall schokohasen. aber ostereierfarbe gibt es wiederum nicht.
die deutsche studentenclique rund um juliane macht einen osterbrunch. wir treffen uns alle in natalies wohnung. sie studiert biochemie. mit dabei sind noch mario (studiert politik), seine freundin sarah, karsten und freundin, kathrin (studiert psychologie an der columbia), natalies schwester und freund und eben juliane, shawn und ich.
mein brunch-auftrag lautet: besorg kaese. oh, das ist einfach. einfach in die gourmetgarage und schon hab ich was gutes.
angekommen bei natalie kommt dann die ganze pracht des brunchbuffets zu tage: schinken, aufstriche, lachs, shrimpscocktail, obst, french toast, erdbeeren, melonen, prosciutto, ostereier mit buntstiften bemalt, eierspeis mit gemuese drinnen, saefte,… alles perfekt. nach der voellerei kriegen wir noch ganz exklusiv ein harfenkonzert von natalie. die spielt schon harfe seit sie klein ist. sehr beeindruckend.

auf dem nach-hause-weg kommen wir bei einem petshop vorbei. da sind lauter kleine hunde in furchtbare kaefige gesperrt. sie muessen auf gitterstaeben sitzen, damit ihr pipi durchfaellt und drinnen im kaefig ist gar nichts. kein kissen, nur eine trinkflasche. vorne im schaufenster sitzen zwei suesse labradorwelpen. damit es fuer die leute groesser wirkt, sitzen sie in einer verspiegelten box. die muessen da drin ja wahnsinnig werden. arme viecher sind das. ich kann ja verstehen, dass die leute da vor verzueckung zum hunde-kauf animiert werden, aber wenn man schon einen hund haben will, soll man doch bitte die zeit haben, aufs land zu fahren, zu einem hundezuechter oder ebens ins tierheim, um so einen armen wurm von dort zu retten. fotografieren ist drinnen verboten (ja, kein wunder), aber draussen kann ich fotos machen. auf jeden fall fluechte ich gleich mal aus dem geschaeft.